Die rein diagnostische Kiefergelenksarthroskopie ist heute nur selten indiziert, da die modernen Techniken der Magnetresonanztomographie (MRT) eine genaue Diagnostik der anatomischen Strukturen des Gelenks und deren Funktion erlauben. Eine Diskusverlagerung oder Strukturveränderungen des Discus articularis können durch die MRT sogar wesentlich besser diagnostiziert werden als mit dem Arthroskop. Ein radiologisch nachgewiesener Erguss im Kiefergelenk deutet auf entzündliche Prozesse hin, und sogar einzelne Adhäsionen im Gelenkraum und Perforationen der Aufhängungsbänder des Diskus können mit speziellen Techniken in der MRT dargestellt werden.

Jedenfalls hat eine Kiefergelenkarthroskopie die gleichen positive Effekte auf das Gelenk wie eine Arthrocentese und Lavage des Kiefergelenks, da durch die Spülflüssigkeit aggressive Proteine aus dem Gelenkraum ausgewaschen werden. Zudem können größere Adhäsionen gezielt unter Sicht gelöst werden, was die Beweglichkeit des Gelenks deutlich verbessert.

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